Fast alle von uns wollen irgendwann einmal im Leben abnehmen. Doch das ist nicht ganz so leicht. Die guten Absichten sind vorhanden, allein es fehlt an der Umsetzung. In acht von zehn Menschen scheitern bei ihrem Vorhaben. Durchhaltevermögen ist das Wichtigste für Männer und Frauen, welcheeine Gewichtsabnahme möchten. Schätzungsweise 30 Prozent der europäischen Bevölkerung ist mindestens leicht über dem Idealgewicht. Darum ist es auch leicht, mit ihnen gutes Geld zu machen. Da existieren Kurse, Pülverchen, man kann leicht den Überblick verlieren. Und da vergisst man auch leicht: Wer nach einer gelungenen Diät seinen Teller wieder so füllt wie früher, der nimmt gleich wieder zu. Man bezeichnet das als Jojo-Effekt. Dabei ist es – zumindest in der Theorie – doch so einfach. Gesünder Essen und etwas Training verhelfen zum gewünschten Resultat. Mehr Sport zu treiben ist vor allem eine Frage des Durchhaltewillens. Beim Essen dagegen muss man sich die Frage stellen. Warum isst man? Weil man Hunger hat oder weil man zum Beispiel enttäuscht ist. Und wozu greift man dann? Zu einer Tafel Schokolade oder zu einer Banane? Wer seine Mahlzeiten am besten schriftlich festhält, der tut sich einen grossen Gefallen, sofern man nicht schummelt. Denn Hauptmahlzeiten zählen genau so, wie alles, was man zwischendurch zu sich nimmt. Verschiedene Modelle wie eBalance oder Weightwatchers zeigen, wie viel man tatäschlich zu sich nimmt. Aber nur dann, wenn man wirklich ehrlich zu sich selbst ist. So ist es auch mit dem Sport. die Treppen hoch zu steigen, statt die Rolltreppe zu nehmen, das ist eine Sache. Allerdings ist das bloss der Anfang. Wenn der Körper wirklich fett verbrennen soll, ist Jogging noch immer die effizienteste Art der Bewegung. Dabei werden die meisten Kalorien verbrannt (gefolgt von Radfahren und Schwimmen). Doch auch das reicht nicht aus, wenn man es nicht richtig macht. Denn man muss wissen: Erst nach einer bestimmten Zeit der Bewegung stellt der Körper von der Verbrennung von Kohlehydraten auf die Verbrennung von Fett um. Dieser Zeitpunkt ist individuell verschieden und kann mal mehr, mal weniger betragen. Das lässt sich zwar genau ermitteln, doch einfacher ist die Grundregel, dass der Körper nach 30 Minuten Bewegung mit dem Verbrennen von Fett beginnt. Entscheidend ist, dass man den Körper gerade am Anfang nicht zusehr belastet. Beim Joggen sollte also ein Tempo gewählt werden, bei dem man noch sprechen kann. Wenn man also ausser Atem gerät, ist es Zeit, die Sache etwas langsamer angehen zu lassen. Genau so wichtig wie das Tempo ist die Anzahl Trainings-Einheiten pro Woche. Allfällige Muskel- oder Gelenkschmerzen gerade am Anfang der Trainings muss man erst verarbeiten. Deshalb sind zu Beginn ca. zwei Joggings pro Woche ideal. Vier pro Woche gelten als maximale Frequenz.
Beide Eckpfeiler, Ernährung sowie Sport sind sind eine Frage von Monaten und nicht bloss von Tagen oder Wochen. Sie erfordern einen starken Willen, denn der Mensch neigt dazu, den schnellen Erfolg zu suchen. Das erklärt auch, warum wir so anfällig auf die Versprechen der Werbung sind. Wer hier standhaft bleibt kann und sich kurz besinnt, der hat schon halb gewonnen. So schnell funktioniert die Gewichtsreduktion!
